Wolken warten nicht28. Mai 20252 Min. LesezeitAktualisiert: vor 3 TagenGedicht von Bente Amlandt im Mai 2025Wenn der Mai unberechenbar schweigt und plötzlich weintwenn deine Gedanken unaufhörlich kreisenwenn der Schein geschönt und abgerechnet scheintund du auf leisen Sohlen, ganz leisen,dich zurück zu dir begibst und bistDann siehst du all das, was wirklich ist:Das Leben, die Bilder deines Gestern im Jetzt,die Welt da draußen, still und doch so abgehetzt,die Kerze auf dem Tisch am Abend und ein Buchdie Tür verschlossen, du bist dir selbst BesuchDas bin nicht ich, das ist ein ungeschriebener Romanzwischen den Wolken der Maisonne blitzt es grau und kahldas bist vielleicht du und ein geliebter Scharlatandurch den die Geschichte stockt, die Luft wird fahlKein Schall, kein Schein, kein Schade,ich sehe Wolken ziehen und höre sanfte Klängeein Wall, kein Heim, eine Madenistet sich in dir ein und nagt dich in die EngeSiehst du auch die Wolken ziehen, namenlos, leerfühlst du jetzt dein romanhaftes Leben, raubt esdir die letzten Träume, das Blatt schwergelegt auf die eine Akte, an die du glaubtestUnd siehst hinaus in diesen Regen unseres Jetzt,fern all meiner Welten bist du Romanfigurund machst alles, redest, lebst und bist versetztin meine Seiten, in Zukunft nur noch Wort - nurWährend ich aus der Stille ausbreche und lebe,um mich zu befreien von den lauten Regentagenwährend der romanhafte Wille, was immer er strebe,streitet, flucht, wartet und wartet zum WagenFliehe ich aus den Netzen, die mich weben,nähe mir den Himmel jeden Tag neu - aus Herzfür mein großes Zelt des Friedens - LEBENund lasse alles bald - geschrieben / Schmerz 28.05.2025 - Feather of TruthBente Amlandt
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